«Sie war sehr schön, und er fühlte, daß er sie liebte. Sie war nicht schön wie eine Statue oder wie ein Bild; sie war schön wie eine Wiese, über die der Wind weht. Es war das Leben, das in ihr klopft e und das sie geheimnisvoll aus dem Zusammenprall zweier Zellen, aus einem Nichts in einem Schoß, so geformt hatte, wie sie war. Es war dasselbe, unbegreifliche Rätsel, daß in einem winzigen Samenkorn schon der ganze Baum war, versteinert, mikroskopisch, aber da, vorher bestimmt, Wipfel schon und Frucht und schon der Blütenschauer aller Aprilmorgen in ihm – und daß aus einer Liebesnacht und einem bißchen Schleim, der sich traf, ein Gesicht wurde, Schultern und Augen, gerade diese Augen und Schultern, und daß sie da waren, irgendwo verstreut, unter Millionen von Menschen, irgendwo auf der Welt, und dann stand man in einer Novembernacht am Pont de l’Alma in Paris, und sie kamen auf einen zu …»